Wochenenden1
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Segelfahrt
Nun sänftigt sich die Seele wieder
und atmet mit dem blauen Tag
und durch die auferstandnen Glieder
pocht frischen Bluts erstarkter Schlag.
Wir sitzen plaudernd Seit an Seite
und fühlen unser Herz vereint;
gewaltig strebt das Boot ins Weite
und wir, wir ahnen, was es meint.
(Christian Morgenstern)
Seit dem Bestehen der Segel-AG sind Wochenend-Freizeiten und Wanderfahrten ein wichtiger Bestandteil unseres Jahresprogramms. Einmal im Jahr fährt die Gruppe unter aktiver Beteiligung vieler engagierter Eltern in ein Selbstversorgerhaus. Kurz nach Gründung der AG starteten wir in ein verlängertes Wochenende, um unseren Schüler:innen das Segeln in einer anderen Umgebung zu ermöglichen. Nicht nur Kreise auf dem E-See drehen, sondern auch mal eine längere Strecke segeln. Ein Revier mit stetigerem Wind lockte. Die große Gesamtgruppe der Segel-AG, die sich sonst auf drei Termine in der Woche verteilt, konnte erlebt werden. Gestartet sind wir 1997 in einem niederländischen Seepfadfinderheim in Roermond an der Maas. Dort waren wir nur einmal!
Einige Wochenenden in Stevenswert auf die Maasplassen nahe Roermond/NL folgten. Da sich die Bedingungen dort für uns finanziell wie organisatorisch verschlechterten, nahmen wir nun eine längere Anreise in Kauf und fuhren bis zu den Friese Meeren/NL. In Langweer bezogen wir ein Selbstversorgerhaus, das vor der Haustür den Langweeder Wielen liegen hat, von dem aus zu intensivem Segeltraining gestartet wurde. Von den Müttern mit vorzüglicher Verpflegung versorgt, von naturnaher Umgebung verwöhnt, fühlen wir uns dort richtig heimisch. Hier spürten wir, dass unser Konzept der altersgemischten Gruppe, in der Schüler:innen "groß werden", d.h. heranwachsen, selbständig werden, Verantwortung übernehmen, Gruppenklima weitergeben, herauswachsen und andere nachwachsen, trägt. Das Zusammenleben der Gruppe, die Akzeptanz von Regeln, die selbstverständliche Rücksichtnahme, die wortlose Hilfe und das Vorbildverhalten derer, die schon länger dabei sind, prägen einen besonderen, fast familiären Charakter, der für viele von uns die Segel-AG ausmacht.
Einige Wochenenden in Stevenswert auf die Maasplassen nahe Roermond/NL folgten. Da sich die Bedingungen dort für uns finanziell wie organisatorisch verschlechterten, nahmen wir nun eine längere Anreise in Kauf und fuhren bis zu den Friese Meeren/NL. In Langweer bezogen wir ein Selbstversorgerhaus, das vor der Haustür den Langweeder Wielen liegen hat, von dem aus zu intensivem Segeltraining gestartet wurde. Von den Müttern mit vorzüglicher Verpflegung versorgt, von naturnaher Umgebung verwöhnt, fühlen wir uns dort richtig heimisch. Hier spürten wir, dass unser Konzept der altersgemischten Gruppe, in der Schüler:innen "groß werden", d.h. heranwachsen, selbständig werden, Verantwortung übernehmen, Gruppenklima weitergeben, herauswachsen und andere nachwachsen, trägt. Das Zusammenleben der Gruppe, die Akzeptanz von Regeln, die selbstverständliche Rücksichtnahme, die wortlose Hilfe und das Vorbildverhalten derer, die schon länger dabei sind, prägen einen besonderen, fast familiären Charakter, der für viele von uns die Segel-AG ausmacht.
In den letzten Jahren waren wir z.T. mit über 60 Leuten, vielen Kids unterschiedlichen Alters, Ehemaligen und einem großen helfenden Stab Erwachsener im niederländischen Friesland in Oudega, am Oudegaster Brecken, nordwestlich von Heeg, wenn das wer auf der Karte suchen möchte. Es beeindruckt uns immer wieder, wie gut diese große Gruppe zusammen lebt, kocht, segelt, spielt, viel Spaß hat. Rücksicht, Miteinander, Kooperation, Team wird hier selbstverständlich gelebt! Und das geht nur durch die Hilfe der Erwachsenen, die uns als Köch:innen, Segellehrer:innen, Trailer-Zieher:innen, Schrauber:innen, Physiotherapeut, ärztlicher Backup (mussten kaum tätig werden) tatkräftig unterstützen. Mittlerweile sind ehemalige AG-Kids als erwachsene Unterstützer mit an Bord.
Im August 2003 ließen wir eine neue Versuchsente zu Wasser und organisierten eine Wanderfreizeit auf Polyvalken durch Friesland, bei der wir ein naturnahes Segeln auf Jollen, verbunden mit einfachen Leben und Schlafen auf unseren Sportgeräten vermitteln wollten. Weitere Wanderfahrten folgten. Nun wurde Strecke gesegelt um in einem anderen Hafen anzukommen. Diese Wochen haben bleibende Erlebnisse hinterlassen.
Bilder aus Oudega 2026